Belegter Hefeteigfladen Pera aus Vrbovec - Vrbovečka Pera

Belegter Hefeteigfladen Pera aus Vrbovec - Vrbovečka Pera

Der belegte Hefeteigfladen Pera aus Vrbovec, frisch aus dem Brotofen genommen, ist ein Anblick, auf den sich alle Generationen vieler Einwohner von Vrbovec freuten, denn das war eine wahre Stärkung nach anstrengender Arbeit auf dem Feld und im Hof. Das Rezept für diese Spezialität, das meistens von der Mutter auf die Tochter weitergegeben wurde, ist bis in die Gegenwart erhalten geblieben, was lokalen Verbänden zu verdanken ist, die sich bemühen, alle, die daran interessiert sind, die Art und Weise ihrer Zubereitung näherzubringen, aber auch Messen und Veranstaltungen wie „Kaj su jeli naši stari” („Was aßen unsere Alten“), auf denen gerade solche vergessenen Speisen wieder der Öffentlichkeit vorgestellt und so vor der Vergessenheit bewahrt werden.

 

 

Die Pera wurde von fleißigen Hausfrauen als gebackener Leckerbissen zubereitet, und zwar aus einfachen Zutaten, die in jeder Speisekammer des Raums um Vrbovec zu finden waren. Diese Spezialität wird nämlich mit Milch aus eigener Erzeugung, ein wenig Zucker und Salz, Schmalz, Mehl, Gries, Rahm, Käse und Hefestarter zubereitet, also mit Zutaten, die allesamt oft beim täglichen Kochen verwendet wurden. Beim Kneten des Brotes stellten die Hausfreuen ein kleines Stück Teig, der als Kvas (Starter) bezeichnet wurde, beiseite, gaben ihm zerlassenes Schweineschmalz, Milch und Mehl dazu und verkneteten alles nochmals, um den Grundbestandteil der Pera zu bekommen. Der Teig wurde zu einer runden Form ausgewalkt, und zwar direkt auf der Loparka, der Backschaufel, mit der man die Pera in den Brotofen schob. Belegt wurde der Teigfladen mit einer Masse aus Frischkäse und Rahm, Gries und Maisschrot, dann wurde er mit Rahm übergossen, in dem ein Ei verquirlt war. Obwohl sie meistens als Salzspeise zubereitet wurde, konnte man die Pera auch in einer süßen Variante genießen. In dem Fall gab man der Füllung auch ein wenig Zucker dazu. Vor dem Einschieben in den Brotofen war es noch wichtig, die Teigränder nach innen zu drehen, damit die Füllung in der Mitte der Pera bleibt.

 

 

Obwohl die Pera traditionsgemäß im Brotofen gebacken wird, aber erst, wenn das erste Feuer abgebrannt ist, damit die Pera nicht anbrennt, wird sie heute mit gleichem Erfolg auch im normalen Backofen gebacken. Die gebackene Pera wurde, ähnlich wie eine Pizza oder ein Kuchen, in dreieckige Stücke geschnitten. Mit einem Glas kühlen Joghurts schmeckte sie am besten.